Neujahrsvorsätze

Autorinnen: Katharina Weidenauer, Lena Neumann

Alle Jahre wieder

Jeder kennt sie und hat es selbst schon einmal gemacht: Vorsätze für´s neue Jahr. Und jeder weiß auch, wie es ausgeht. Am Anfang ist man noch motiviert und die neuen Laufschuhe stehen schon neben der Tür bereit oder man hat die Gummibärchen diesmal nicht gekauft, obwohl man es wollte. Dann kommt ein nasser und kalter Tag im Januar und man denkt sich, dass alles besser ist, als in die neuen Laufschuhe zu schlüpfen und raus in die Kälte zu gehen oder dass das Wetter einfach dazu einlädt, sich mit Gummibärchen auf´s Bett zu setzen und Serien zu schauen. Und schon kommt einem der Gedanke in den Kopf: „Morgen fange ich an mit meinen Vorsätzen, heute ist es dafür zu ungemütlich.“ Leider gibt es Anfang des Jahres viele nasse und kalte Tage und somit auch viele Ausreden, um sich nicht mehr um die guten Neujahrsvorsätze zu kümmern.

So geht es ungefähr der Hälfte der Menschen, die sich für das neue Jahr etwas vornehmen. Die beliebtesten Vorsätze sind laut Umfragen Stress vermeiden und abbauen, sich mehr Zeit für Familie und Freunde zu nehmen und mehr Sport treiben. Aber Fakt ist, dass uns allen häufig die Motivation und Disziplin oder auch einfach die Zeit dafür fehlt. Deswegen sind hier ein paar Tipps, wie es vielleicht dieses Jahr gelingt.

  1. Formuliere Deinen Neujahrsvorsatz als konkretes Ziel. Nicht einfach nur „abnehmen“, sondern „In 6 Monaten will ich 5 kg abgenommen haben.“
  2. Schreib Deine Vorsätze auf. So ist es wie ein Vertrag mit Dir selbst.
  3. Formuliere Deine Ziele immer positiv, denn bei Negativ-Aussagen („nicht“/„kein“/„weniger“) passiert in vielen Fällen genau das Gegenteil.
  4. Achte darauf, dass Deine Ziele realistisch sind.
  5. Begeistere Deine Freunde, Eure Ziele zusammen umzusetzen. Im Team lässt sich der innere Schweinehund leichter besiegen.

Mit diesen 5 kleinen Regeln können wir 2020 unserer körperlichen und seelischen Gesundheit wirklich was Gutes tun, denn so mancher Vorsatz ist sehr sinnvoll. Dies zeigt sich am eindrücklichsten am Beispiel Rauchstopp. Leider liegt dieser Vorsatz nur auf Platz 11 der deutschen Neujahrsvorsätze.
Dabei zeigen sich die positiven Auswirkungen bereits nach kurzer Zeit und werden auf sowohl auf gesundheitlicher und psychischer Ebene als auch finanziell spürbar. Der Körper reagiert nach dem Rauchstopp sofort und bereits nach 20 Minuten normalisieren sich Puls und Blutdruck. Nach 12 Stunden verbessert sich die Sauerstoffversorgung aller Organe und der Kohlenmonoxidspiegel im Blut sinkt. Hält man den Verzicht mehr als 3 Monate durch verbessert sich die Lungenfunktion und Hustenanfälle sowie Kurzatmigkeit gehen zurück. Während das Schlaganfallrisiko bereits nach 5 Jahren auf das eines Nichtrauchers sinkt, braucht das Herz rund 15 Jahre, um sich zu regenerieren. Das Risiko an Lungenkrebs zu sterben, halbiert sich nach 10 Jahren, auf Null wird es allerdings niemals sinken. Wenn Euch das nicht Motivation genug ist, solltet Ihr wissen, dass Ihr auch eine Menge Geld spart, wenn Ihr aufhört zu rauchen. So betragen die Jahreskosten für eine Packung Zigaretten pro Tag 2.336€. Dafür könntet Ihr stattdessen als Belohnung einen schönen Urlaub machen.

Also Ihr seht: Neujahrsvorsätze können eine gute Sache sein, aber wenn Du etwas wirklich machen willst, brauchst Du Silvester nicht als Vorwand, sondern Du machst es am besten einfach direkt. Wer aber an der Symbolik des Jahreswechsels hängt, darf auch am 1. Januar 2020 voller Motivation starten!

Bar

Autorinnen: Katharina Weidenauer, Lena Neumann

Die Bar ist eröffnet!

Im Comeniushaus gibt´s sie schon und auch die 100er Häuser haben schon eine. Jetzt hat auch unsere Siedlung endlich eine Bar. Sie befindet sich im Untergeschoss von INF 684, wo früher einmal ein kleines Bistro existierte, und wird von nun an jeden Montag und Donnerstag von 19:00 Uhr bis 1:00 Uhr geöffnet sein. Am Donnerstag, den 12.12., war die Eröffnung und die war ein voller Erfolg.

Die Bar war brechend voll und passend zur Adventszeit wurde Glühwein ausgeschenkt. Für die, die sich auf den ganzen Weihnachtsmärkten in und um Heidelberg schon daran satt getrunken hatten, gab es auch normales Bier oder alkoholfreie Getränke für studentische Preise. Das lassen wir Studenten uns natürlich nicht zweimal sagen und dementsprechend viel wurde gekauft. Es ging sogar so weit, dass um 23 Uhr der erste Getränkenachschub geholt werden musste. (Wenn das mal kein gutes Zeichen ist.) Die Stimmung war locker und gelöst und es gab auch keine Beschwerden wegen Lärm. So wird es ab jetzt hoffentlich jeden Montag und Donnerstag aussehen.

Damit alles so reibungslos funktionieren kann, war im Vorfeld viel Arbeit und Organisation nötig. Dabei gilt ein besonderer Dank unseren Siedlungssprechern, die sich dafür eingesetzt haben und ihre Freizeit damit verbracht haben, die Räumlichkeiten wieder auf Vordermann zu bringen. Das Ergebnis kann sich auf jeden Fall sehen lassen. Das Bar-Team besteht im Moment aus 10 StudentInnen, die in 3er- oder 4er-Teams abwechselnd die Schichten hinter der Bar übernehmen.

Das Geld, das so demnächst eingenommen wird, soll dazu benutzt werden, die Bar weiter auszubauen. Geplant sind zum Beispiel eine große Leinwand und ein Beamer, damit man in Zukunft wichtige Sportveranstaltungen dort gemeinsam mit anderen schauen kann. Vielleicht gibt es bald auch wieder Essen zu kaufen. Dazu fehlt zwar momentan noch die Küche, aber wenn die Bar weiterhin so gut besucht wird, wie am Eröffnungstag und genauso viel getrunken wird, könnten diese Pläne bald Wirklichkeit werden.

Übrigens sucht die Bar noch nach einem Namen. Wer Ideen hat, kann sich entweder bei den Siedlungssprechern oder dem Bar-Team melden oder seine Idee auf einen Zettel schreiben und ihn in eine Box auf dem Tresen werfen.

Zum Abschluss bleibt nur noch eines zu sagen, liebe Feldaner! Besucht die Bar, habt Spaß, seid lieb zueinander und macht nichts kaputt, damit uns unsere Bar noch lange erhalten bleibt!

AK Scherzo Konzert

Autorinnen: Katharina Weidenauer, Lena Neumann

Zwischen heißem Glühwein und süßen Waffeln und inmitten aller vorweihnachtlichen Hektik war es am Dienstag, den 3. Dezember endlich soweit. Dieser lang ersehnte und doch viel zu schnell herangerückte Termin kennzeichnet das Abschlusskonzert des Arbeitskreises Scherzo, auf das viele engagierte MedizinstudentInnen ein Semester lang hingearbeitet haben. Der Arbeitskreis Scherzo ist eine von vielen Gruppierungen innerhalb der Fachschaft Medizin Heidelberg, in dem sich musikbegeisterte StudentInnen zusammenfinden und bei wöchentlichen Treffen zusammen musizieren, singen und ganz nebenbei ein Konzertprogramm zusammenstellen, wo einmal pro Semester im Rahmen eines Benefizkonzertes die Proben- und Organisationsarbeit für die Öffentlichkeit hörbar und erlebbar wird.

Das dreiköpfige Leitungsteam hat in den Wochen und Monaten davor alle Hände voll zu tun: Ein Veranstaltungsort – meist eine Kirche in der näheren Umgebung – muss organisiert werden, was sich bei den zahlreichen Konzertangeboten im Advent durchaus sehr schwierig gestalten kann. Zusätzlich muss die Schirmherrschaft für das Konzert vergeben und Sponsoren gefunden werden, die helfen, die Ausgaben für Kirchenmiete und -heizung, Speis und Trank zu übernehmen. Wenige Wochen vor dem Konzerttermin intensivieren die StudentInnen ihre Probenarbeit und auch die Organisation verdichtet sich, indem ein Konzertplakat designt, in Druck gegeben und überall in der Stadt aufgehängt werden sowie das Konzertprogramm konkretisiert und auf Papier gebracht werden muss. Der Spendenzweck, dem das Konzert gewidmet wird, wechselt jedes Semester und hat meist einen medizinischen Hintergrund. So konnte der Arbeitskreis mit dem Konzert im Wintersemester 2018/19 unter dem Motto „Musikalische Begegnung“ das St. Louis-French Hospital, ein kleines Hospiz am Rande der Jerusalemer Altstadt unterstützen. Im Sommersemester 2019 ging der Spendenerlös des Konzertes „Bärenstark“ an den Förderkreis für krebskranke Kinder und Jugendliche Bonn e.V., der betroffene Kinder und ihre Familien in medizinischen sowie finanziellen Belangen unterstützt sowie den erkrankten Kindern eine Schulbildung, aber auch Ablenkung und unbeschwerte Stunden ermöglicht. Dieses Konzert hatte ganz besondere Bedeutung für die Studierenden, da auch eine verstorbene Kommilitonin großzügige Unterstützung durch den Verein erfahren durfte.

Das Abschlusskonzert des Wintersemesters 2019/20 fand am 3. Dezember 2019 in der Christuskirche in der Heidelberger Weststadt statt und stand unter dem Motto „Musik vernetzt!“. Geboten wurde ein sehr abwechslungsreiches Programm, das von Klaviersolowerken von Ravel und Rachmaninoff über Kammermusik von Händel und Mozart bis hin zu einem Gesangsstück von Verdi reichte. Besondere Highlights waren die Chorwerke, die vom „Medichor“ dargeboten wurden und sogar das Publikum mit dem alten Weihnachtslied „Es kommt ein Schiff geladen“ zum Mitsingen einluden sowie der krönende Abschluss mit dem Stück „Simple Symphony“ von Benjamin Britten, das das Orchester einstudiert hatte. In der Pause wurden Glühwein und Kinderpunsch, sowie selbstgebackene Kuchen und von Bäckereien gesponserte Brötchen zum Verkauf angeboten. Durch die Großzügigkeit der Konzertbesucher konnten € 1.612,92 an Spendengeldern eingenommen werden, die in diesem Semester dem Verein Medinetz Rhein-Neckar zugutekommen. Bei diesem Verein handelt es sich um eine Gruppierung von StudentInnen aus Heidelberg und Mannheim, die Menschen ohne Krankenversicherung zu einer anonymen und kostenlosen medizinischen Versorgung verhelfen. Sie vermitteln Kontakte zwischen den PatientInnen, die sich oftmals aus Angst vor einer Abschiebung nicht in Behandlung begeben und Ärzten, die am Projekt teilnehmen sowie zu rechtlichen Beratungsstellen. Die Kosten für Medikamente oder Krankenhausrechnungen werden allein aus Spendengeldern gedeckt.

Dieses tolle Spendenergebnis und die vielen glücklichen Gesichter der Konzertbesucher auf ihrem Heimweg sind also der Lohn für die vielen MedizinstudentInnen, die zum Gelingen dieses Abends tatkräftig beigetragen haben. Im Hintergrund werden schon die Ideen für das Konzert des Sommersemesters geschmiedet, ganz nach dem Motto des Arbeitskreises Scherzo: „Voller Harmonie, niemals taktlos!“

Sabotage, Blockade, Vandalismus – Streiten bis der Hammer fällt

Autor: Marcel Kückelhaus

„Was würdest du denn sagen, wenn deine Mama dir verbietet deinen Bruder zu schlagen, dir dann aber erlaubt all die Schokolade aus seinem Adventkalender zu essen?“ – Was an den Halloweenstreich des US-Amerikanischen Talk-Show-Hosts Jimmy Kimmel erinnert (Youtube: „I Told My Kids I Ate all Their Halloween Candy“) war der Beginn einer Schaudebatte des Heidelberger Debattierclubs ‚Rederei‘. Das Thema: „Ziviler Ungehorsam, ein legitimes Mittel gegen den Klimawandel?“. Dies wurde im Rahmen der sogenannten Public Climate School, die vom 25.11. – 28.11.19 stattfindet, im Kirchhoff-Institut für Physik diskutiert.

Für alle Debattierneulinge, so lief es ab: Auf jeder Seite sitzen drei Redner*innen, denen abwechselnd 6 Minuten zur Verfügung stehen, um ihrer Meinung Ausdruck zu verleihen – und das, ob sie wollen oder nicht. Denn die Position, für welche sie argumentieren, wird willkürlich ausgelost. Fragen und Einwürfe der Opposition sowie des Publikums sind erlaubt – jedoch nur von Minute zwei bis Minute sechs (eingeläutet, oder vielmehr eingehämmert, wird dieser Zeitraum durch einen Schlag mit einem Richterhammer). In den geschützten Minuten davor und danach werden erhobene Hände nicht geduldet und direkt vom ersten Redner mit einem lapidaren: „Jetzt noch nicht!“ und einem „Gleich!“ abgeschmettert, ohne sich weiter aus der Ruhe bringen zu lassen. Der Atmung wird während des Vortrags ebenfalls keine Beachtung geschenkt. Auch sie hat nicht das Recht die Argumentation zu unterbrechen und mit jeder vergehenden Minute scheint das Sprachtempo sich zu erhöhen, um so viele Wörter wie möglich in die verbleibende Zeit zu einzufügen, und dann läutet auch schon die Glocke. Die Zeit ist überschritten und der Redner wird mit wüstem Gebimmel unterbrochen, seine letzten Worte werden übertönt. Wie bei den ‚Großen‘ im Bundestag wird auf die Sprechzeit penibel geachtet und als Zuschauer*in erwartet man schon beinahe, die „Order“- Rufe des ehemaligen Speakers John Bercow, doch es bleibt beim Läuten und Hämmern.

            Schlag auf Schlag folgen nun Argumente und Gegenargumente der zwei Parteien und alle kämpfen um ihren Standpunkt: Hambacher Forst, Spaltung der Fridays for Future-Bewegung, Raufereien zwischen Geschwistern sowie Weihnachten („Das Klimapaket ist das schlimmste Paket, das wir unter dem Weihnachtsbaum hätten finden können.“); all dies sind Schlagworte, die begeistern und überzeugen sollen. Dabei versäumen beide Seiten klar zu definieren, was sie denn unter „zivilem Ungehorsam“ verstehen. Am Ende profitiert davon die contra-Position, die es immer wieder schafft, das Gewaltpotential eines offensiven Klimaprotests hervorzuheben und zu verurteilen. Es ist dann allein der erste (von zwei) freien Rednern (ein Politikwissenschaftler), der sich um eine genaue Definition bemüht und es schafft, fundierte Argumente für die Pro-Seite anzuführen.

            Von Kindergartenrhetorik über religiöse (fast schon abgedroschene) Metaphorik und Harry-Potter-Vergleiche gelingt es einigen Sprecher*innen am Ende doch, spannende und nuancierte Argumente vorzubringen, welche die Debatte um den Klimaschutz und die Maßnahmen der Klimabewegungen durchaus bereichern. Im Ganzen war es eine beeindruckende Leistung der Mitglieder des Debattierclubs ‚Redrei‘, die nicht nur einen interessanten Einblick in die Klimadebatte erlaubten, sondern auch einen Eindruck der Debattenkultur an der Universität Heidelberg vermittelten.

Interesse mitzudebattieren? Der Debattierclub trifft sich jeden Mittwoch um 20.15 Uhr über dem Marstall-Café. Jede*r ist willkommen zu diskutieren und ihre*seine Argumentationsfähigkeit zu testen und auszubauen. Mehr Infos unter: https://rederei-heidelberg.de/

Have you already seen the Bergheim Campus growing?

Autorin: Aida Murtić

The new Centre for Asian and Transcultural Studies (CATS) was officially opened on 25 June 2019. Since then, Bergheim area is additionally joyful and forward-looking.

CATS brings together four institutions (South Asia Institute, the Centre for East Asian Studies, the Institute of Anthropology and the Heidelberg Centre for Transcultural Studies) in a form of collaboratorium that crosses disciplinary and regional borders. In that way, Campus Bergheim is officially growing as the third knowledge zone in Heidelberg (together with Altstadt and Neuenheimer Feld).

CATS has a new landmark: four buildings are surrounding a square with a newly-built underground library. Courtyard of the library is integrated into below ground structure, which is a true work of art. The interplay of dark and light bricks arranged to form the floor pattern bears the symbolism of numbers in Hinduism and Buddhism. The library hosts valuable collection of all four institutions.

If you still did not do it, visit the new inspiring area in Heidelberg or join some of the events that CATS is organizing. Whether you are a researcher interested in the work of the institutes there or someone in a search for hidden gems of Heidelberg – CATS is a place you should not miss!

All about what is happening in CATS you can find here:

https://www.cats.uni-heidelberg.de/

More about the opening ceremony, you can read here:

https://www.rnz.de/nachrichten/heidelberg_artikel,-cats-einweihung-asienwissenschaften-haben-in-heidelberg-zukunft-plus-fotogalerie-_arid,449087.html

Rad- und Fußverbindung Bahnstadt – Campus Neuenheimer Feld

Autor: Fabian Thome, INF 136

Karte

Die Stadt hat Großes vor für das Universitätsgelände im Neuenheimer Feld. Ob bessere Straßenbahnanbindung oder Masterplan, die Projekte klingen gut, sind aber teuer; auch die geplante Rad- und Fußverbindung zwischen Bergheim und dem Neuenheimer Feld. Entstehen soll dabei eine zusätzliche Brücke zwischen dem Wieblinger Wehrsteg und der Ernst-Walz-Brücke, ausschließlich für Fußgänger und Radfahrer. Die Verbindung beginnt direkt

am neuen Kino in der Eppelheimer Straße mit der geplanten Gneisenaubrücke und endet nördlich des Neckarufers. Damit würde die bisherige Route für Radfahrer aus Bahnstadt/Bergheim/Wieblingen usw. deutlich verbessert werden. Momentan müssen alle Radler, die dem Radverbot auf dem Wieblinger Wehrsteg gehorchen, über die Ernst-Walz-Brücke fahren, wobei bei regelkonformem Fahren mehrere zeitintensive Straßenüberquerungen einzuplanen sind. Das alles soll sich ändern mit der neuen Neckarbrücke, die Teil der geplanten Radschnellverbindung von Mannheim nach Heidelberg sein soll. Damit würde sich die Wohnqualität in den südwestlichen Stadtteilen Heidelbergs verbessern, insbesondere da Freiräume angelegt werden sollen. Zudem ist somit eine Verknüpfung des Universitäts-Campus inklusive aller Universitätskliniken mit Schwetzingen und dem Patrick-Henry-Village gegeben.

Die Ausschreibung zu diesem Projekt hat der Gemeinderat bereits Ende Juni 2017 beschlossen. Jedoch gab es seither immer wieder Bedenken. Zunächst ist noch unklar, wie genau die Wegeführung zwischen Gneisenaubrücke und der Brücke über den Neckar verlaufen soll. Es wird ein rechtwinkliger Verlauf des Radweges befürchtet, was nicht zu dem Konzept Schnellweg passt. Trotzdem war schnelles Handeln gefragt, um etwaige Zuschüsse des Landes nicht zu verspielen.

Für alle, die eine solche Verbindung ersehnen, ist jedoch zunächst Warten angesagt. Die optimistischen Schätzungen rechnen mit einer Fertigstellung der Verbindung im Jahr 2024 – wenn alles gut geht.

URRmEL

Autor: Fabian Thome, INF 136

Jetzt da der Frühling näher kommt, ist es Zeit das Fahrrad mal wieder auf Vordermann zu bringen. Für das gute Wetter muss der Drahtesel natürlich im besten Zustand sein. All die kleinen Reparaturen, die man im Winter aufgeschoben hat, sind wohl längst überfällig. Doch nicht jeder hat das Geld, das Fahrrad in eine Werkstatt zu bringen. Und wer es hat, könnte es trotzdem sparen. Außerdem muss man nicht ein paar Tage auf den selbstgesteuerten fahrbaren Untersatz verzichten, wenn man das gute Stück einfach selbst repariert. Da gibt es nur leider einige Probleme. Das „Know How“ zum Beispiel. Oder das nötige Werkzeug bzw. Ersatzteile.

Doch es gibt auch eine Lösung. Und zwar die Universitäre RadReparaturwerkstatt mit EigenLeistung (urrmel.uni-hd.de). Wie der Name schon verrät, handelt es sich hierbei um eine Werkstatt, bei der man selbst Hand anlegen muss. Dabei wird typisches Standardwerkzeug in mehrfacher Ausführung und ein umfangreiches Sortiment an oft benötigtem Spezialwerkzeugen bereitgestellt. Reparieren muss man dann jedoch selbst, wobei die MitarbeiterInnen des URRmEL stets mit gutem Rad/Rat zur Seite stehen. Der Gedanke ist also nicht, den Studierenden die Arbeit abzunehmen, sondern es ihnen zu ermöglichen, künftige Arbeiten selbst anzugehen. Aber keine Sorge: Wenn ihr mal wirklich nicht weiterkommen solltet und ein bisschen aktive Hilfe benötigt, wird euch auch geholfen.

Zudem hat die Selbsthilfewerkstatt auch ein ansehnliches Ersatzteillager aus gebrauchten Teilen zu bieten, bei dem sich jeder bedienen kann.

Das ganze Konzept beruht auf Spendenbasis und Zuschüssen des Studierendenwerks. Das heißt, ihr müsst nichts zahlen, wobei natürlich jede Spende, sei es in Form von Barem oder Fahrradteilen, die ihr nicht mehr braucht, gern gesehen ist. Übrigens: Man kann auf Anfrage auch Fahrradanhänger und Lastenfahrräder ausleihen (per Mail oder persönlich).

Wann?

DienstagDonnerstag
Vorlesungszeit16:00 – 20:0016:00 – 20:00
Vorlesungsfreie Zeit14:00 – 20:00———–

Wo?

gelber Container auf dem Gelände INF 706

Hochschulsport in Heidelberg

Autor: Fabian Thome, INF 136

Das Unisportangebot in Heidelberg ist heiß begehrt, vor allem unter den neuen Studenten. Das ist auch kein Wunder, denn es ist vielfältig und trotzdem günstig. Zudem bietet es nicht nur die Möglichkeit, sich nach dem Herumsitzen in der Uni mal so richtig auszupowern, sondern es ist auch die perfekte Gelegenheit, neue Bekanntschaften zu machen. Angeboten werden die verschiedensten Sportarten und Fitnesskurse von den Klassikern wie Fußball und Krafttraining zu den etwas ausgefalleneren Kursen wie Rudern und Klettern. Alles, was man braucht, um mitzumachen, ist ein aktueller Studentenausweis, der die Zugehörigkeit zur Universität Heidelberg, Universität Mannheim oder Pädagogischen Hochschule Heidelberg belegt, und passende Sportkleidung und -schuhe. Gästekarten können für einen Beitrag von 100€/Semester + 20€ Aufnahmegebühr erworben werden. Eine Anmeldung ist im Allgemeinen auch nicht notwendig und man kann die meisten Kurse kostenfrei besuchen. Die ausgefalleneren und begehrteren Kurse wie zum Beispiel das Kajak-Fahren bedürfen jedoch einer Anmeldung jeweils zum Semesterbeginn. Die oben erwähnte passende Sportkleidung variiert natürlich auch je nach Sportart. Wenn ihr euch nicht sicher seid, was gestellt wird und was mitgebracht werden muss, einfach anfragen. Auch für die, die eigentlich eher nach Vereinen suchen, ist der Hochschulsport der richtige Ort zu suchen oder besser gesagt sich suchen zu lassen. Denn viele Vereinssportler sind insbesondere zu Semesterbeginn immer auf Talentsuche und lassen sich da diese perfekte Gelegenheit, ein paar „Einkäufe“ zu tätigen, nicht entgehen. Wenn du also neu in der Stadt bist und noch nicht weißt, wo genau du hinsollst, dann ist der Unisport genau das Richtige für dich. Die Angebote lassen sich auf der Homepage (https://www.hochschulsport.issw-hd.de/) unter „Sportangebot“ sauber sortiert vorfinden und die Kontakte sind ebenfalls aufgelistet. Der Standort ist meist das Neuenheimer Feld in den Gebäuden INF 700 und INF 720.

Übrigens: Es werden ständig KursleiterInnen gesucht.

Kochrezepte für nur zwei Herdplatten

Autor: Fabian Thome, INF 136

Die meisten StudentInnen, die in einem Wohnheim wohnen, kennen das. Eine Küche mit nur zwei Herdplatten schränkt jeden ein, der mal über das typische Studentenessen hinausgehen will. Dabei ist nichts gegen die Klassiker wie Nudeln mit Tomatensauce einzuwenden. Oder Nudeln mit Pesto. Oder Nudeln mit Sahnesauce. Oder Nudeln mit Tomatensauce. Moment, das hatten wir schon. Irgendwann werden leider auch die Klassiker langweilig. Wer dann weiterdenkt, und sich schon ein Gericht mit sage und schreibe zwei Beilagen, einer Sauce und sogar Fleisch vorstellt, merkt spätestens beim Kochen, dass das Ganze meist schnell an ein organisatorisches Limit stößt. Kein Sternekoch ist jemals unter solchen Umständen entstanden. Trotzdem können die Erfahreneren unter den Studenten doch einiges herbeizaubern, um sich selbst etwas Abwechslung zu gönnen oder etwaige Gäste zu beeindrucken. Hier werden zwei Rezepte vorgestellt, die für zeitsparendes und günstiges Kochen auf engstem Raum ausgelegt sind:

1. Pute mit Reis

Zutaten:
– Rapsöl
– 2 Möhren
– 1x gelbe und 1x rote Paprika
– eine Zucchini
– Ingwer
– Knoblauch
– Reis (Als Beilage!)
– Schafskäse
– Putenfilet
– Petersilie
– Curry-Gewürz, Salz, Pfeffer

Zubereitung:
Putenfilet in Streifen mit Curry, Salz und Pfeffer gewürzt scharf anbraten, dann aus der Pfanne nehmen. Die Möhren mit Ingwer und Knoblauch anbraten, dann die gelbe und rote Paprika und Petersilie dazu geben. Anschließend die Zucchini dazugeben. Währenddessen liegt der Reis in kochendem Wasser, zusammen mit einer Scheibe Ingwer. Dann das Fleisch zum Gemüse in die Pfanne geben. Zum Schluss noch etwas Schafskäse darüber bis er ein wenig verläuft. Anrichten und fertig!

2. Couscous-Salat mit Granatapfel (Vegan)

Zutaten:
– 200g Couscous,
– 100g Spinat,
– 3-4 Lauchzwiebeln,
– 1 Granatapfel,
– 1 Gurke,
– Salz, Pfeffer, Olivenöl, Zitronensaft,
– Minze,
– Sesam, ungeschält

Zubereitung:
Couscous in 250 ml kochendem Wasser ansetzen. Sesam in einer Pfanne rösten. Nebenbei den Spinat, die Minze, die Lauchzwiebeln und die Gurke putzen und kleinschneiden. Den Granatapfel entkernen. Alles zusammen in eine große Schüssel geben, gut durchmischen und anschließend mit Zitronensaft, Salz, Pfeffer und Olivenöl abschmecken.

Stalagmiten und Klimaforschung

Autor: Fabian Thome, INF 136

Paläoklimatologie ist die Erforschung der Klimageschichte der Erde. Wer das hört, denkt zunächst an Eisbohrkerne und Wissenschaftler, die von Pinguinen bei ihrer Arbeit beobachtet werden. Tatsächlich ist das Bild gar nicht so falsch. Meist werden Korallen und Bäume, Gletscher und Meeressedimente untersucht, um Informationen über die atmosphärischen Bedingungen in den vergangenen Jahrtausenden zu gewinnen. In diesen Archiven hinterlässt das Klima im Laufe der Zeit seine Spuren. Paläoklimatologen zählen Jahresringe, Sediment- und Eisschichten. Sie analysieren Pollen, Luft, Wasser und andere Substanzen, die im Material eingeschlossen sind. Dabei lassen sich regionale wie globale Schwankungen erkennen. Das Ziel der Forscher ist es, diese zu verstehen und zuverlässigere Vorhersagen über die Zukunft zu treffen. Dabei weiß man noch viel zu wenig über die Tropen, den Motor unseres Klimasystems. In den Tropen erhitzt die hoch stehende Sonne die Meere, was dazu führt, dass Meeresströme und Winde die eingespeiste Energie bis an die Pole tragen. Deshalb liegt ein großes Augenmerk der internationalen Forschungsgemeinschaft auf den gemäßigten Breiten. Jedoch finden sich hier nur wenige Gletscher, aus denen man Eisbohrkerne entnehmen könnte. Aber Baum- und Korallenarchive zeigen nur einen „kurzen“ Rückblick in die Vergangenheit. Meeressedimente dagegen sind zu dünn, das heißt, man kann plötzliche Klimaänderungen nicht auflösen. Abhilfe schaffen in diesen Regionen die Stalagmiten aus Tropfsteinhöhlen. Sie entstehen durch Kalkablagerungen aus Wassertropfen. Mit jedem Tropfen wächst der Stalagmit weiter und so über die Jahrhunderte ein Klimalogbuch heran. Aus diesem Logbuch können Wissenschaftler dann Informationen über typische Klimadaten wie die Temperatur und die Niederschlagsmenge im Laufe der Zeit ablesen. Dabei bedienen sich die Forscher einiger Effekte. Zunächst liefern die Verhältnisse der schweren und der leichten Isotopen im Wasser Informationen über Luftfeuchtigkeit, Niederschlagsmenge und Temperatur. Durch radiometrische Altersbestimmung können diese dann, vorausgesetzt man findet einen passenden Stalagmiten, den Epochen unserer Erdgeschichte zugeordnet werden. Letztendlich versucht man dadurch, starke Schwankungen aus der Vergangenheit zu verstehen, um auch etwaige Rückschlüsse auf unser heutiges Klima ziehen zu können.