Das Unikino

Autor: Fabian Thome, INF 136

Hier wird jeden Mittwoch das langweilige Professorengequatsche zur abwechslungsreichen Unterhaltung. Das Unikino wandelt den Hörsaal in die Kino-Loge für Studenten um. Dabei laufen vielleicht nicht die neuesten Blockbuster, aber man muss für Popcorn und eine Cola auch keine 10€ hinlegen. Snacks und Getränke kann man einfach selbst mitbringen. Der Eintritt ist mit 2,00€ pro Film + 50ct Semesterbeitrag (nur beim 1. Besuch im Semester) im Vergleich zu den professionellen Kinohäusern wie geschenkt.

Gemütlichkeit und Erschwinglichkeit stehen also im Vordergrund bei diesem Filmspaß. Die gelungene Abwechslung aus Programmkino und Verkaufsschlagern sorgt für große Beliebtheit. Das Programm reicht von zeitlosen Klassikern wie „Die Feuerzangenbowle“ und „Mamma Mia! – here we go again“ zu dem erst dieses Jahr erschienenen beliebten Superheldenfilm „Deadpool 2“. Insbesondere die zur Weihnachtszeit ausgestrahlte Feuerzangenbowle ist ein „must see“ für jeden Heidelberger Studenten. Hier ist Mitmachen angesagt: Über verschiedene Aufgaben wird das Publikum eingebunden und die Komödie erhält einen völlig neuen Charme. Nicht nur der Glühwein sorgt dann für gute Laune und ausgelassenes Miteinander.

Auch dass die Mehrheit der Filme in der Originalvertonung ausgestrahlt wird, dürfte den meisten Studenten lieber sein als asynchrone Synchronisierungen.

Das Erfolgskonzept ist ganz einfach: Studenten wissen, was Studenten wollen.

Das kommende Programm:

05.12.18 Deadpool 2 [OV]
12.12.18 Die dunkelste Stunde [OV]
19.12.18 Die Feuerzangenbowle
09.01.19 Lady Bird [OV]
16.01.19 Mamma Mia! Here We Go Again [OV]
23.01.19 A Quiet Place [OV]
30.01.19 BlacKkKlansman [OV]
06.02.19 Vorwärtsdrang

Wann?

Jeden Mittwoch, 19:00 Uhr.

Wo?

Hörsaal 13, Neue Uni, Universitätsplatz 1, Heidelberg.

Das höchste Gut

Autor: Denis Pfeiffer

Epikurs Vorstellung von Philosophie unterscheidet sich von derjenigen Aristoteles’ und Platons dahingehend, dass er sie nicht als komplexe Disziplin begreift, deren Erschließung einen hohen Lernaufwand und das Hinzuziehen besonderer Kenntnisse erfordert, sondern sie, in diametralem Gegensatz hierzu, für einfach und leicht zugänglich hält. Höchstes Gut und Ziel (telos) im engeren Sinne ist die Glückseligkeit (eudaimonia). Sie ist – in dieser Hinsicht geht er mit der weit verbreiteten aristotelischen Auffassung konform – dasjenige Gut, das sich selbst genügt und keinem anderen Gut als Zweck dient (ad id omnia referri). Ein wichtiges Kontrastmerkmal gegenüber vielen anderen (gerade auch den anderen hellenistischen) Philosophien besteht dabei in dessen konkreter, positiver Bestimmung. Epikur nämlich identifiziert das erstrebenswerte Gut, das Telos im prägnanten Sinne, explizit als Lust (h¯edon¯e). Ihr steht das größte Übel gegenüber, die Unlust. Als Begründung hierfür bedient er sich lediglich einer empirischen Feststellung: Es sei offensichtlich, dass der Mensch von Natur aus nach Lust strebe und gleichzeitig versucht sei, dem Schmerz bzw. der Unlust auszuweichen. Dass eine solche instinktiv bestehende, natürliche Veranlagung – zumindest in epikureischer Lesart – bereits in den Verhaltensmustern von Babys und Kleinkindern, also Lebewesen, die von externen Einflussfaktoren wie religiösen oder sittlichen Wert- und Normgefügen vollkommen unabhängig sind, vernehmbar ist, zeige doch dann eindeutig, dass diese Handlungsimperative »natürlich« (im Sinne von: der Natur des Menschen entsprechend) und damit gut sind. Lust und Unlust werden, hierauf aufbauend, zugleich als die beiden Grundempfindungen des Menschen festgesetzt; einen mittleren (neutralen) Zustand wie noch bei den Kyrenaikern gibt es nicht. Lust und Unlust bilden damit so etwas wie die polaren Ausdrucksformen des Verhältnisses zwischen empfindendem Individuum und Welt. Erstere ist zu erstreben, letztere zu meiden. Erst vor diesem Hintergrund ist einsichtig, warum Unlustfreiheit und höchste Lust in Epikurs bipolarer Lustkonzeption als in der Sache identisch angenommen werden.

Sterne und Rotverschiebung

Autor: Denis Pfeiffer

Im Jahre 1924 prägte der nordamerikanische Astronom Edwin P. Hubble (1889-1953) unser heutiges Weltbild entscheidend, indem er bewies, dass es neben unserer Galaxie noch zahlreiche andere Galaxien im Kosmos gibt, zwischen denen sich große Räume befinden, die auf den ersten Blick leer scheinen. Für seine Beweisführung musste Hubble die jeweiligen Entfernungen zwischen den Galaxien messen. Bis dahin hatte man die Entfernung zweier Sterne noch durch die sogenannte „Parallaxe“ messen können, d.h. durch die Beobachtung der relativen Verschiebung des einen Sterns vor dem Hintergrund des anderen, wenn sich der Beobachter bewegt. Dies ist vergleichbar mit der Vorstellung, wie ein etwa fünf Meter von einer Hauswand entfernter Baum seine relative Position zur Fassade ändert, wenn der Beobachter an ihm vorbeifährt. Übertragen auf den Kosmos muss das etwaige Vorbeifahren des Beobachters auf einem Fahrrad oder dergleichen mit der Bewegung der Erde im Sonnensystem gleichgesetzt werden. Je näher sich ein Stern folglich der Erde befindet, desto stärker fällt auch ebendiese relative Verschiebung aus – so kann man mithilfe der Parallaxe also die Entfernung von Sternen feststellen. „Sterne und Rotverschiebung“ weiterlesen

Denkanstoß zum Impfen

Autor: Denis Pfeiffer

Seitdem der Krieg in Syrien und seinen Nachbarstaaten zum traurigen Alltag geworden ist, haben sich auch die medizinischen Versorgungssysteme in diesen Ländern drastisch verschlechtert. Dabei sind längst in Vergessenheit geratene Krankheiten, wie zum Beispiel Polio, wieder ausgebrochen. Vor dem Krieg (2009/2010) waren es noch 99% der unter 5-jährigen Kinder, die gegen Polio geimpft waren, im Jahr 2012 sanken die offiziellen Zahlen von UNICEF und WHO bereits auf 68%. Ende 2013 wurde erstmals seit 14 Jahren ein erneuter Ausbruch der Kinderlähmung in Syrien dokumentiert.

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Eine kleine Geschichte zur Schutzimpfung

Autor: Denis Pfeiffer

Wie hat sich die Impfung seit ihrer Entdeckung gewandelt? Aus einer alltäglichen Beobachtung vor über 200 Jahren, die zur damaligen Zeit medizinisch noch nicht begründet werden konnte, wurde ein Routineeingriff, der heute kaum noch wegzudenken ist und von etwa 90% der deutschen Bevölkerung akzeptiert und praktiziert wird.

Die Einführung der Impfprophylaxe kennzeichnet einen entscheidenden Meilenstein in der medizinischen Forschung. Die Entdeckung der sogenannten Immunität (lat. immunitas = Freisein von) gegen die weit verbreitete und oftmals tödlich endende Pockenkrankheit im 18. Jahrhundert zählt dabei zur Geburtsstunde der heute allgemein bekannten Impfung:

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Herzlich willkommen zum Blog des Studierendenwerks Heidelberg

Liebe Studierende in den Wohnheimen des Studierendenwerks Heidelberg,

herzlich willkommen auf diesem neuen Blog.

Zu Beginn möchten wir ein Dankeschön an die studentischen SiedlungssprecherInnen im Neuenheimer Feld aussprechen, denn dank ihrer Initiative und Hilfe konnte dieser Blog verwirklicht werden.

Das Ziel des Blogs ist es, den Wohnheim-Sonderaufgaben „Studentische Presse“ eine Plattform zu bieten, um Informationen und Artikel zu den Wohnheimen des Studierendenwerks Heidelberg zu veröffentlichen. Wir beginnen dabei mit dem Neckarbogen INF 129-136 und der Siedlung INF 660-696. Falls sich weitere Wohnheime des Studierendenwerks Heidelbergs diesem Blog anschließen möchten, ist dies jederzeit möglich. „Herzlich willkommen zum Blog des Studierendenwerks Heidelberg“ weiterlesen