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FAQs Corona und Studium

Was ist mit meinem BAföG, was, wenn ich den Nebenjob verliere, was mit meinem Mietvertrag im Wohnheim?

Stand 31. März 2020, wird laufend aktualisiert.

Test auf das Coronavirus: Wann und wie wird er durchgeführt?

BAföG und Studienfinanzierung

Hat die Corona-Pandemie und die Verschiebung des Sommersemesters 2020 Auswirkungen auf mein BAföG?

Nein, wie das Bundesministerium für Bildung und Forschung per Erlass mitgeteilt hat, wirkt sich die Verschiebung des Vorlesungsbeginns in keinem Fall auf den BAföG-Anspruch aus. Studierende (egal ob Erstsemester oder bereits in Förderung befindliche) haben also aktuell nicht zu befürchten, dass sie im bzw. für den April 2020 kein Geld erhalten. Auch das Selbst- und das Onlinestudium zählen als Studienaktivität. Informieren Sie sich auch beim Amt für Ausbildungsförderung. Wichtig ist, dass der BAföG-Antrag spätestens im April 2020 gestellt werden muss, sofern Sie bisher für das Sommersemester 2020 keinen BAföG-Bescheid bekommen haben.

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BAföG-Hotline: 06221 54-5404
E-Mail: foe[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

Meine Eltern oder ein Elternteil sind akut von der Corona-Krise betroffen; sie haben kein oder nur ein stark vermindertes Einkommen. Bekomme ich jetzt mehr BAföG?

Wenn Ihre Eltern nun, zum Beispiel wegen Kurzarbeit, weniger verdienen, sind Ihre Chancen auf BAföG-Förderung oder eine höhere BAföG-Förderung größer.

Fallkonstellation 1:
Wenn Sie aufgrund des Elterneinkommens bisher kein BAföG erhalten haben, Ihre Eltern aber jetzt weniger verdienen, können Sie jederzeit einen neuen BAföG-Antrag stellen und mit einer Aktualisierung das aktuelle Elterneinkommen zugrunde legen lassen.

Fallkonstellation 2:
Wenn Sie bereits BAföG erhalten, aber aktuell das Elterneinkommen (zum Beispiel eben wegen Kurzarbeit) geringer ist, können Sie einen BAföG-Aktualisierungsantrag stellen und Ihr BAföG-Amt prüft die Höhe Ihres aktuellen BAföG-Anspruches.

Grundsätzlich gilt: Wenden Sie sich für weitere Fragen an das Amt für Ausbildungsförderung.

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Bleibt auch jetzt mein Anspruch auf Ausbildungsunterhalt durch meine Eltern bestehen?

Ja, sofern Ihre Eltern weiterhin wirtschaftlich leistungsfähig sind; sonst haben Sie gegebenenfalls einen Anspruch auf BAföG.

Auch Selbststudium (Fachliteratur lesen, Recherche für und Schreiben von Hausarbeiten etc.) oder Online-Studium zählen als Studienaktivität, gerade in der jetzigen Situation.

Auch müssen Ihre Eltern ausnahmsweise Verzögerungen und Unterbrechungen Ihres Studiums und die damit verbundene zeitliche Verlängerung der Unterhaltszahlungen hinnehmen. Bei Verzögerungen und Unterbrechungen der Ausbildung ist der Einzelfall zu betrachten, insbesondere, ob besondere anerkennenswerte Verzögerungsgründe vorliegen. In der jetzigen, für alle völlig unvorhersehbaren, Situation ist eine Verzögerung der Ausbildung, sofern sie auf amtlichen Maßnahmen beruht, völlig unverschuldet. Allerdings sollten Sie die erweiterte vorlesungsfreie Zeit als Zeit für Ihr Selbststudium nutzen.

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Ich erwäge, wegen der Corona-Krise ein Urlaubssemester zu nehmen. Was muss ich beachten?

Achtung: Für Urlaubssemester – die ja eine Pause vom Studium sind – besteht kein BAföG-Anspruch, weil ja eben kein Studium betrieben wird! Bitte informieren Sie sich unbedingt vor einem Urlaubssemester, welche Konsequenzen das für Ihre Studienfinanzierung hätte. Zu den Voraussetzungen, im Urlaubssemester nötigenfalls Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Grundsicherung, „Hartz IV“) zu beziehen, können Sie sich an die Sozialberatung wenden. Aber wichtig ist: Ein Urlaubssemester ist kein Studium; Sie dürfen im Urlaubssemester auch keinerlei Studienleistungen erbringen.

Sozialberatung: Beratung nur nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung unter 06221 54-3758 bzw. sozb[at]stw.uni-heidelberg[dot]de.

Habe ich bei Jobverlust oder ausbleibender Lohnzahlung aktuell Anspruch auf Wohngeld?

Nicht automatisch. Wer aktuell aufgrund von Jobverlust oder wegen ausbleibender Lohnzahlungen keine Einkünfte hat, ist nicht automatisch berechtigt, Wohngeld zu beantragen. Die Grundvoraussetzung einer BAföG-Ablehnung „dem Grunde nach“ und die Prüfung der Deckung der monatlichen Lebenskosten bleibt bestehen. Kurz: Die Anspruchsvoraussetzungen bei Wohngeld bleiben gleich.

Habe ich, wenn ich meinen Nebenjob verliere, oder die Lohnzahlungen ausbleiben, Anspruch auf ALG II-Leistungen?

Nein, Sie haben aktuell nicht pauschal Anspruch auf ALG II-Leistungen.

Vollzeitstudierende sind in der Regel von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II ausgeschlossen.

Ausnahmen bestehen in nur wenigen Fällen, so zum Beispiel:

  • im Urlaubssemester aufgrund von Schwangerschaft/Kindererziehung oder beiBeurlaubung wegen eigener Erkrankung/Beeinträchtigung. Wichtig ist, dass inder Beurlaubung aufgrund der genannten Gründe keinerlei Studienaktivitätenerbracht werden, da sonst die ALG II Leistungen gefährdet sind undzurückgefordert werden können. Darüber hinaus müssen noch andereVorrausetzungen erfüllt sein. Ob ein Anspruch auf ALG II besteht, können Siemit der Sozialberatung Ihres Studenten- oder Studierendenwerks erörtern.
  • Im Teilzeitstudium aufgrund von Schwangerschaft bzw. Kindererziehung undbei Beurlaubung wegen eigener Erkrankung bzw. Beeinträchtigung. Auch hiergibt es einiges zu beachten, und weitere Voraussetzungen müssen erfüllt sein.Lassen Sie sich von der Sozialberatung beraten.
  • in Härtefällen, zum Beispiel bei unverschuldetem Wegbrechen derFinanzierung und weit fortgeschrittenem Studium können Leistungen alsDarlehen nach § 27 Abs. 3 SGB II vom Jobcenter geprüft werden.
  • Mehrbedarfsansprüche bei bestimmten Leistungsberechtigten nach § 21 SGBII; das betrifft zum Beispiel Studierende mit Kind oder Studierende mit Behinderung

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Ich habe meinen Job verloren. Wo kann ich nach Jobangeboten suchen?

Auf Online-Jobportalen. Die gibt es auch speziell für Studierende, auch mit regionalem Fokus. Aktuell gibt es Bereiche, die erhöhten Personalbedarf haben. Versuchen Sie sich aktiv dort zu bewerben:

  • Lieferdienste für Essen und Getränke
  • Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte
  • Logistik
  • Reinigungsfirmen
  • Tankstellen
  • Erntehelfer/in; hier wurde dieses neue Portal gestartet: https://www.daslandhilft.de/

Könnte ich als jobbende Studentin, als jobbender Student auch Kurzarbeitergeld erhalten?

Nein. Jobbende Studierende sind in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei. Daraus folgt: Wer nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlt, kann auch kein Kurzarbeitergeld herausbekommen.

Ich bin neben dem Studium selbständig bzw. freiberuflich tätig und habe durch die staatlichen Maßnahmen meine Aufträge verloren oder kann sie nicht länger ausführen. Habe ich Entschädigungsansprüche nach dem Infektionsschutzgesetz?

Hier müssen wir etwas ausholen: Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) ermöglicht zum Teil sehr drastische Maßnahmen, um die Verbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen und deren Behandlung zu erleichtern. Maßnahmen können zum Beispiel Tätigkeitsverbote oder Quarantänemaßnahmen sein. Konkrete behördliche Tätigkeitsverbote oder behördlich angeordnete Quarantänemaßnahmen gegen eine Person, von der im Einzelfall eine Ansteckungsgefahr ausgeht, können einen Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) auslösen.

Aber Achtung: Freiwillige Quarantäne löst zum Beispiel keinen Entschädigungsanspruch aus. Nach § 56 Abs. 2 IfSG bemisst sich die Entschädigung nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt, soweit der Verdienstausfall die für die gesetzliche Krankenversicherungspflicht maßgebende Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt.

Bei Selbständigen bemisst sich die Entschädigung auf 1/12 des monatlich verdienten Nettoeinkommens (Durchschnitt des letzten Jahres vor Einstellung der verbotenen Tätigkeit). Selbständige, die durch eine Maßnahme nach IfSG einer Existenzgefährdung ausgesetzt sind, können während der Verdienstausfallzeiten entstehende Mehraufwendungen in angemessenem Umfang von der zuständigen Behörde erstattet bekommen. Sollte der Betrieb schließen müssen, wird für die Dauer der Maßnahme nach IfSG zusätzlich Ersatz für die in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang erbracht.

Entschädigungen gibt es nur auf Antrag, und es gelten sehr kurze Antragsfristen! Anträge sind innerhalb einer Frist von drei Monaten nach Einstellung der verbotenen Tätigkeit oder dem Ende der Absonderung (Quarantäne) bei der zuständigen Behörde zu stellen.

Was kann ich noch machen, wenn ich gerade meine Krankenversicherung, Miete, Handyrechnung etc. nicht bezahlen kann?

Melden Sie sich aktiv bei Ihrer Krankenversicherung, Ihrer Wohnungsvermietung, Ihrem Handyvertragsunternehmen, dem Rundfunkbeitrag etc., sollten Sie Zahlungen aktuell nicht leisten können. Bitten Sie um eine Stundung Ihrer Beiträge und ggf. um eine Mahnsperre. Sollte es Ihnen möglich sein, könnten Sie anfragen, ob ein verringerter Betrag angezahlt werden kann.

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Bleibt mein BAföG-Anspruch bei einem Engagement im Gesundheitswesen, in sozialen Einrichtungen oder in der Landwirtschaft während der Corona-Pandemie erhalten?

Wer sich im Kampf gegen die aktuelle Corona-Pandemie im Gesundheitswesen, in sozialen Einrichtungen oder in der Landwirtschaft engagiert, bekommt den Hinzuverdienst nur für die Zeit seiner Tätigkeit angerechnet. Nach bisher geltendem Recht wird die Gesamtsumme von Erwerbseinkommen auf alle Monate eines Bewilligungszeitraums auf das BAföG angerechnet. Die Anrechnung wirkt sich damit nicht nur auf Beschäftigungsmonate aus.

Für BAföG-Geförderte, die sich in der Pandemie-Bekämpfung engagieren und dabei für nur wenige Monate ein vergleichsweise hohes Einkommen erzielen, könnte dies zum Wegfall ihres BAföG-Anspruchs für den gesamten Bewilligungszeitraum führen. Dies soll mit der jetzt verabschiedeten Regelung ausgeschlossen werden. BAföG-Geförderte behalten ihren Anspruch vor und nach einem vergüteten Engagement in der Pandemiebekämpfung. Eine Anrechnung auf das BAföG erfolgt allein in den Monaten, in denen BAföG-Geförderte ein Einkommen aus der Pandemiebekämpfung erzielen. Grundlage für die Bestimmung des Zeitraums des Einkommensbezugs bildet der vorzulegende Arbeits-/Anstellungsvertrag. Auf den eigentlichen Zufluss des Einkommens soll in diesen besonderen Fällen ausnahmsweise nicht abgestellt werden.

Beispiele:
Fall 1: Hannah (23 Jahre alt, Medizinstudentin im 6. Semester)
Hannah studiert Medizin im 6. Semester und erhält im Bewilligungszeitraum Oktober 2019 bis September 2020 bislang - nach Berücksichtigung des anrechenbaren Einkommens ihrer Eltern - einen BAföG-Förderbetrag von monatlich 660,- €. Da der Hochschulbetrieb derzeit nur unregelmäßig stattfinden kann, arbeitet sie im Rahmen des BMG-Programms zur Bekämpfung der COVID 19 Pandemie ab März 2020 als Pflegehelferin im Universitätsklinikum und erhält hierfür eine monatliche Vergütung von 1.500,- € netto (also nach Abzug des zu berücksichtigenden monatlichen Arbeitnehmerpauschbetrages - ggfs. auch unter Berücksichtigung von für diesen Zeitraum geltend gemachten höheren Werbungskosten- sowie der Sozialpauschale aus § 21 Abs. 2 Nr. 1 BAföG). Der Anstellungsvertrag ist derzeit begrenzt bis Ende August 2020.

Berechnung des BAföG-Anspruchs:
Durch die Neuregelung in § 53 Absatz 2 BAföG wird das zusätzliche Einkommen von Hannah aus der Tätigkeit als Pflegehelferin erst ab dem Fördermonat März 2020 berücksichtigt.
Für den Zeitraum Oktober 2019 bis Februar 2020 sowie für den Monat September 2020 bleibt der BAföG-Anspruch unverändert in Höhe von monatlich 660,- € bestehen.

Lediglich in den Monaten März bis August 2020 wird der BAföG-Anspruch aufgrund des erzielten Netto-Einkommens von monatlich 1.500,- € entfallen, da - auch unter Berücksichtigung des allgemeinen Einkommensfreibetrages gemäß § 23 Absatz 1 Nummer 1 BAföG in Höhe von netto 290,- € monatlich - der BAföG-Förderbetrag von 660,- € niedriger als der anrechenbare Einkommensbetrag ist.

Abwandlung:
Hat Hannah im Fall 1 ohnehin bereits für die gesamte Dauer des Bewilligungszeitraums Einkünfte aus einem Mini-Job, die wegen des Anrechnungsfreibetrags von 290 € netto monatlich komplett anrechnungsfrei bleiben, und nimmt nun die vorübergehende Tätigkeit als Pflegehelferin zusätzlich auf (egal, ob unter Beibehaltung auch noch des Minijobs während dieser Zeit oder nicht), verändert sich das Anrechnungsergebnis nicht. Nur in den Monaten März bis August reduziert sich ihre BAföG-Förderung auf 0 €, davor und danach bleibt ihr Leistungsanspruch von 660,-€ bestehen.

 

BAföG-Hotline: 06221 54-5404
E-Mail: foe[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

Wo kann ich finanzielle Hilfe bekommen? Muss ich einen Kredit aufnehmen?

Am besten wenden Sie sich an die Sozialberatung des Studierendenwerks Heidelberg. Viele Studierendenwerke haben auch Härtefonds oder Darlehenskassen.

Sozialberatung: Beratung nur nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung unter 06221 54-3758 bzw. sozb[at]stw.uni-heidelberg[dot]de.

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Was sollte ich beachten, wenn ich einen Studienkredit in Erwägung ziehe?

Holen Sie sich verschiedene Angebote ein und vergleichen diese sorgfältig. Achten Sie auf die Voraussetzungen für einen Studienkredit der jeweiligen Anbieter/-innen, die Bearbeitungsgebühren, die Zinshöhe und Rückzahlungsmodalitäten. Wichtig ist, vor Vertragsabschluss einmal die Gesamtrückzahlungssumme des Kredits in unterschiedlichen Rückzahlungskonstellationen zu sehen. Außerdem sollten Sie sich gut über eventuelle Zusatzkosten, die auf Sie zukommen könnten, informieren. Lassen Sie sich am besten beraten in der Sozial- oder Studienfinanzierungsberatung.

Sozialberatung: Beratung nur nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung unter 06221 54-3758 bzw. sozb[at]stw.uni-heidelberg[dot]de.

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Ich habe meinen Nebenjob verloren; meine Eltern, die Kurzarbeitgeld beziehen können mich weniger unterstützen. Ich kann ab dem nächsten Monat meine Miete nicht mehr Bezahlen. Muss ich mit einer Kündigung rechnen?

Eine Kündigung ihres Mietverhältnisses müssen sie in dieser Situation allein aus diesem Grund nicht befürchten. Infolge der aktuellen COVID-19-Pandemie ist gesetzlich entschieden, dass in den nächsten drei Monaten befristet bis zum 30.6.2020 keine Kündigungen ausgesprochen werden dürfen, wenn die Mietzahlungsschwierigkeiten infolge der COVID-19-Pandemie entstanden sind. Dieser ursächliche Zusammenhang muss glaubhaft dargelegt werden. Gleichwohl bleibt die vertragliche Verpflichtung zur Zahlung der Miete für Sie bestehen. Nehmen Sie bitte unverzüglich Kontakt zu ihrem/ihrer SachbearbeiterIn der Wohnheimverwaltung auf!

Das gilt im Übrigen auch, wenn Sie auf dem freien Wohnungsmarkt eine Wohnung oder ein Zimmer angemietet haben und aus diesen Gründen in Zahlungsschwierigkeiten mit Ihrer Miete kommen.

Informieren Sie sich im ersten Schritt bitte über die Webseite Studierendenwerks Heidelberg über dort eingestellte FAQs. Finden Sie dort keine Antwort auf ihre Frage, nehmen Sie bitte unmittelbar Kontakt zu ihrer Wohnheimverwaltung auf.

 

Kontakt für Wohnheim-BewohnerInnen:
MieterInnen-Portal: www.stwhd.de/MieterInnenPortal
Tel.: 06221 54-2706
E-Mail: wohnen[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

Sozialberatung: Beratung nur nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung unter 06221 54-3758 bzw. sozb[at]stw.uni-heidelberg[dot]de.

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E-Mail: foe[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

Wohnen

Ich bin Studierende/r im Ausland, wollte ab SoSe 2020 mein Studium in Deutschland beginnen und habe schon einen Mietvertrag. Aktuell kann ich nicht nach Deutschland einreisen. Ist mein Mietvertrag weiterhin gültig bzw. kann ich ihn fristlos kündigen?

Ja, der Mietvertrag ist weiterhin gültig. Nein, eine fristlose Kündigung ist in der Regel nicht möglich. Es gelten die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen. Aber auch in diesem Fall sollten Sie unmittelbar Kontakt mit der Wohnheimverwaltung aufnehmen, um Lösungsmöglichkeiten für eine gewünschte vorzeitige Aufhebung des Mietvertrages zu finden.

Kontakt:
Tel.: 06221 54-2706
E-Mail: wohnen[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

Ich wohne in einer WG mit drei weiteren Mitbewohner/-innen im Wohnheim des Studierendenwerks. Kann ein Problem für meine Mitbewohner/-innen entstehen, wenn ich meinen Mietvertrag kündige?

Nein, beim Studierendenwerk grundsätzlich nicht, da jede/r MitbewohnerIn einer WG einen eigenen Mietvertrag mit dem Studierendenwerk hat.

Anders könnte es aussehen, wenn Sie in einer WG eines privaten Vermieters oder einer privaten Vermieterin wohnen. Hier ist oftmals zu beachten, wer Hauptmieter/-in und wer Untermieter/-in ist. Sind Sie der Hauptmieter und kündigen Sie die Wohnung, verlieren automatisch alle Mitbewohner/-innen, die Untermieter/-innen sind, mit dem Datum, zu dem wirksam gekündigt worden ist, ebenfalls ihre WG-Zimmer. Sind Sie dagegen nur Untermieter in dieser WG, können Sie ihr Zimmer entsprechend der vertraglichen Kündigungsfristen kündigen ohne, dass ihre Mitbewohner ebenfalls ihr Zimmer verlieren.

Ich habe einen neuen Mietvertrag mit dem Studierendenwerk, kann aber wegen der Lage nicht umziehen. Mir wurde die Kaution und Gesamtmiete dennoch vom Konto abgebucht. Gibt es eine Lösung - ich will weiter an der Uni studieren, wenn das wieder möglich ist.

Offiziell ist bisher der Lehrbetrieb an den Hochschulen ausgesetzt, und der Mietvertrag läuft in der Regel noch mindestens bis zum 30.9.2020. Eine Aufhebung Ihres Mietvertrags ist nicht ohne weiteres möglich. Setzen Sie sich unbedingt mit Ihrem Studierendenwerk in Verbindung, um eine Lösung zu finden.

Kontakt:
Tel.: 06221 54-2706
E-Mail: wohnen[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

Mein Mietvertrag endet zum 31. März 2020, wegen der aktuellen Lage bleibe ich nun doch am Hochschulstandort und studiere weiter. Mein Zimmer wurde bereits weitervermietet. Kann ich das Zimmer behalten oder bekomme ich ein anderes? Ist einen Umzug möglich?

Wenn das Zimmer schon weitervermietet worden ist, können Sie nicht in Ihrem Zimmer bleiben, da für das Zimmer ein rechtsgültiger Mietvertrag existiert. Bitte bewerben Sie sich neu, und sprechen Sie nach Bestätigung Ihrer Bewerbung mit der zuständigen Sachbearbeiterin oder dem Sachbearbeiter der  Wohnheimverwaltung.

Es kann gut sein, dass durch die Absage anderer Studierender noch Zimmer in den Wohnheimen frei sind. Ob allerdings eine nahtlose Belegung zum 1.4.2020 möglich ist – oder womöglich etwas später –, kann derzeit nicht garantiert werden.

Online-Bewerbung

Kontakt:
Tel.: 06221 54-2706
E-Mail: wohnen[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

Ich habe mein Einzimmerappartement beim Studierendenwerk zum 31.3.2020 gekündigt und muss eigentlich ausziehen. Nun bin ich an Covid-19 erkrankt, oder ich stehe unter Quarantäne. Muss ich ausziehen?

Nein. In dieser Situation, kann und wird kein Studenten- oder Studierendenwerk von Ihnen verlangen, dass Sie Ihr Appartement räumen! Auch jetzt gilt schon im Vollstreckungsrecht: Das Recht des Mieters auf körperliche Unversehrtheit hat Vorrang vor dem Räumungsinteresse des Eigentümers/Vermieters. Da alle Menschen aufgerufen sind, sich solidarisch zu verhalten und Kontakte drastisch zu reduzieren, kann der Mieter – auch zum Schutz anderer – nicht zum Auszug verpflichtet werden.

Das gilt im Übrigen auch, wenn Sie in einer Wohnung oder einem WG-Zimmer oder zur Untermiete am freien Wohnungsmarkt wohnen.

Meine Nachbarin ist an Covid-19 erkrankt. Darf ich die Miete mindern?

Nein. Die Erkrankung eines Mitbewohners oder einer Nachbarin stellt keinen Mangel der Mietsache und damit keinen Grund zur Mietminderung dar.  

Muss ich den Hausmeister oder meinen Vermieter in meine Wohnung lassen, etwa für Wohnungsbesichtigungen oder Reparaturen?

Ob der Hausmeister oder Vermieter Ihre Wohnung besichtigen darf, hängt von einer Abwägung des Eigentumsrechts des Vermieters mit dem Recht des oder der Studierenden auf Privatsphäre ab. Bei einer Pandemie ist zudem der Schutz des Mieters auf körperliche Unversehrtheit zu beachten und maßgeblich. Besichtigungen, die keinen dringend notwendigen Zweck verfolgen, müssen daher auf die Zeit nach der Pandemie verschoben werden. Bei notwendigen Reparaturen, zum Beispiel einem Rohrbruch, müssen Sie aber den Zugang zur Wohnung gewähren.

Ich bin internationaler Studierender und will mich über eine mögliche Heimreise informieren. Wo kann ich das tun?

Bitte nehmen Sie, vor einer eventuellen Heimreise, Kontakt zu Ihrer deutschen Hochschule auf. Wenn Sie in einem Studierendenwohnheim wohnen, nehmen Sie bitte auch Kontakt zur Wohnheimverwaltung des Studierendenwerks auf. Das Auswärtige Amt der deutschen Bundesregierung informiert laufend über aktuelle Reise- und Sicherheitshinweise: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/reise-und-sicherheitshinweise

Auch die Botschaft/das Konsulat Ihres Heimatlandes in Deutschland wird Sie informieren: https://www.auswaertiges-amt.de/de/ReiseUndSicherheit/vertretungen-anderer-staaten

 

Ich bin ein internationaler Studierender und wohne in einem Wohnheim des Studierendenwerks Heidelberg. Gibt es eventuell AnsprechpartnerInnen, die in meinem Wohnheim leben?

Ja, das ist sehr gut möglich. Bitte überprüfen Sie dazu das „Schwarze Brett“ Ihres Wohnheims. Dort gibt es eventuell einen Hinweis auf „TutorenInnen für die Betreuung internationaler Studierender“ zusammen mit Kontaktdaten. (Falls dies nicht der Fall sein sollte, können Sie alternativ auch gerne den Bereich „Internationales“ des Studierendenwerks Heidelberg direkt kontaktieren: per E-Mail an internationales[at]stw.uni-heidelberg[dot]de oder per Telefon unter +49 6221 54-2600.)

Ich bin internat. Studierende/r und kann meine Miete nicht mehr zahlen, da ich mien Job wegen der Pandemie verloren habe. Ich will baldstmöglich in meine Heimat zurückreisen und mein Zimmer aufgeben. Ist eine fristlose oder frühzeitige Kündigung möglich?

Grundsätzlich nein, es gelten die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen. Aber auch in diesem Fall sollten Sie unmittelbar Kontakt zu ihrer Wohnheimverwaltung aufnehmen, damit diese mit Ihnen gemeinsam Lösungsmöglichkeiten finden kann.

Ich bin eine Austauschstudentin aus dem Ausland und wohne im Wohnheim. Ich muss wegen der Pandemie in mein Heimatland zurückfliegen. Mein Mietvertrag geht bis September 2020 oder März 2021. Muss ich meinen Vertrag unterbrechen oder kündigen?

Gerne können Sie in Ihr Heimatland zurückreisen. Bitte stimmen Sie sich diesbezüglich auch mit Ihrem Programmbeauftragten des Dezernats Internationale Beziehungen ab. Es gelten die vertraglich vereinbarten Kündigungsfristen. Aber auch in diesem Fall sollten Sie unmittelbar Kontakt zu ihrem Sachbearbeiter/Ihrer Sachbearbeiterin der Wohnheimverwaltung aufnehmen, damit diese mit Ihnen gemeinsam Lösungsmöglichkeiten finden können.

Psychosoziale Beratung für Studierende

Meine Studienfinanzierung ist weggebrochen, die Hochschule ist zu, mein Wohnheimzimmer ist sehr klein, und ich kann mich nicht mehr mit Freunden treffen. Die Corona-Pandemie macht mir Angst. An wen kann ich mich mit meinen Sorgen und Ängsten wenden?

Wenden Sie sich bitte an die Psychosoziale Beratung für Studierende: Mit den Berater/-innen können Sie anonym und kostenlos über Ihre Sorgen und Nöte sprechen.

Psychosoziale Beratung für Studierende (PBS):
Beratung nur nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung unter 06221 54-3750 bzw. pbs[at]stw.uni-heidelberg[dot]de.

Anonyme Online-Beratung der PBS:
https://www.pbsonline-heidelberg.de

 

 

Kontakt
Studierendenwerk Heidelberg
Tel.: 06221 54-5400
E-Mail: info[at]stw.uni-heidelberg[dot]de
www.stwhd.de/corona

Diese FAQs gehen auf eine Vorleistung des Studentenwerks Leipzig zurück – herzlichen Dank dafür!

 

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