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FAQs Corona und BAföG

HAT DIE CORONA-PANDEMIE AUSWIRKUNGEN AUF MEIN BAFÖG?

Bitte kontaktieren Sie unsere BAföG-Hotline 06221 54-5404 oder kommen Sie zu unseren Sprechzeiten in den Marstallhof 3.

MEINE ELTERN ODER EIN ELTERNTEIL SIND AKUT NOCH VON DER CORONA-KRISE BETROFFEN; SIE HABEN KEIN ODER NUR EIN STARK VERMINDERTES EINKOMMEN. BEKOMME ICH JETZT MEHR BAFÖG?

Wenn Ihre Eltern nun, zum Beispiel wegen Kurzarbeit, weniger verdienen, sind Ihre Chancen auf BAföG-Förderung oder eine höhere BAföG-Förderung größer.

Fallkonstellation 1:
Wenn Sie aufgrund des Elterneinkommens bisher kein BAföG beziehen, weil das Einkommen der Eltern bislang zu hoch war, Ihre Eltern aber jetzt weniger verdienen, können Sie bis zum Ende des Bewilligungszeitraumes einen Aktualisierungsantrag stellen und der Berechnung das aktuelle Elterneinkommen zugrunde legen lassen.

Fallkonstellation 2:
Wenn Sie bereits BAföG erhalten, aber aktuell das Elterneinkommen (zum Beispiel eben wegen Kurzarbeit) geringer ist, können Sie einen BAföG-Aktualisierungsantrag stellen und Ihr BAföG-Amt prüft die Höhe Ihres aktuellen BAföG-Anspruches.

Grundsätzlich gilt: Wenden Sie sich für weitere Fragen an das Amt für Ausbildungsförderung.

Jetzt Antrag zur Fristwahrung stellen!

BAföG-Hotline: 06221 54-5404
E-Mail: foe[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

BLEIBT AUCH JETZT MEIN ANSPRUCH AUF AUSBILDUNGSUNTERHALT DURCH MEINE ELTERN BESTEHEN?

Ja, sofern Ihre Eltern weiterhin wirtschaftlich leistungsfähig sind; sonst haben Sie gegebenenfalls einen Anspruch auf BAföG.

Auch Selbststudium (Fachliteratur lesen, Recherche für und Schreiben von Hausarbeiten etc.) oder Online-Studium zählen als Studienaktivität.

Auch müssen Ihre Eltern ausnahmsweise Verzögerungen und Unterbrechungen Ihres Studiums und die damit verbundene zeitliche Verlängerung der Unterhaltszahlungen hinnehmen. Bei Verzögerungen und Unterbrechungen der Ausbildung ist der Einzelfall zu betrachten, insbesondere, ob besondere anerkennenswerte Verzögerungsgründe vorliegen. ln vielen Bundesländern wurde der Corona Pandemie dadurch Rechnung getragen, dass eine
Regelstudienzeitverlängerung getroffen wurde. Diese Regelstudienzeit gilt dann auch für den Unterhaltsanspruch.
Für Studierende, die sich ab Geltung der Landesregelungen zur Regelstudienzeitverlängerung nicht mehr innerhalb der Regelstudienzeit befanden oder die Bundesländer, in welchen sie das Studium betrieben haben, keine oder nur eine kürzere Regelstudienzeitverlängerung bestimmt haben, gilt, dass pandemiebedingte Ausbildungsbeeinträchtigungen, die vor dem Auslaufen der Coronaschutzregelungen der Länder zum 02.04.2022 aufgetreten sind, als schwerwiegender Grund
gem. § 15 Abs. 3 Nr. 1 BAföG im Rahmen eines Antrags auf Verlängerung der BAföG-Förderung über die Förderungshöchstdauer hinaus geltend gemacht werden können.
ln diesem Fall ist allerdings ein Nachweis der Beeinträchtigung im Einzelfall erforderlich.
Das gleichzeitige Berufen auf Ausbildungsverzögerungen während eines Semesters, für welches eine Regelstudienzeitverlängerung gewährt wurde und damit die doppelte Berücksichtigung von Studienbeeinträchtigungen, ist grundsätzlich ausgeschlossen.
Sofern auch nach Auslaufen der Coronaschutzregelungen im Einzelfall Beeinträchtigungen der Ausbildung im Zusammenhang mit der COVID 19-Pandemie auftreten, greifen die allgemeinen Regelungen im BAföG für Ausbildungsverzögerungen.

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BAföG-Hotline: 06221 54-5404
E-Mail: foe[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

ICH ERWÄGE, WEGEN DER CORONA-KRISE EIN URLAUBSSEMESTER ZU NEHMEN. WAS MUSS ICH BEACHTEN?

Achtung: Für Urlaubssemester – die ja eine Pause vom Studium sind – besteht kein BAföG-Anspruch, weil ja eben kein Studium betrieben wird! Bitte informieren Sie sich unbedingt vor einem Urlaubssemester, welche Konsequenzen das für Ihre Studienfinanzierung hätte. Zu den Voraussetzungen, im Urlaubssemester nötigenfalls Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II (Grundsicherung, „Hartz IV“) zu beziehen, können Sie sich an die Sozialberatung wenden. Aber wichtig ist: Ein Urlaubssemester ist kein Studium; Sie dürfen im Urlaubssemester auch keinerlei Studienleistungen erbringen.

Sozialberatung: Beratung nur nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung unter 06221 54-3758 bzw. sozb[at]stw.uni-heidelberg[dot]de.

HABE ICH BEI JOBVERLUST ODER AUSBLEIBENDER LOHNZAHLUNG AKTUELL ANSPRUCH AUF WOHNGELD?

Nicht automatisch. Wer aktuell aufgrund von Jobverlust oder wegen ausbleibender Lohnzahlungen keine Einkünfte hat, ist nicht automatisch berechtigt, Wohngeld zu beantragen. Die Grundvoraussetzung einer BAföG-Ablehnung „dem Grunde nach“ und die Prüfung der Deckung der monatlichen Lebenskosten bleibt bestehen. Kurz: Die Anspruchsvoraussetzungen bei Wohngeld bleiben gleich.

HABE ICH, WENN ICH MEINEN NEBENJOB VERLIERE, ODER DIE LOHNZAHLUNGEN AUSBLEIBEN, ANSPRUCH AUF ALG II-LEISTUNGEN?

Nein, Sie haben aktuell nicht pauschal Anspruch auf ALG II-Leistungen.

Vollzeitstudierende sind in der Regel von Leistungen nach dem Sozialgesetzbuch II ausgeschlossen.

Ausnahmen bestehen in nur wenigen Fällen, so zum Beispiel:

  • im Urlaubssemester aufgrund von Schwangerschaft/Kindererziehung oder bei Beurlaubung wegen eigener Erkrankung/Beeinträchtigung. Wichtig ist, dass in der Beurlaubung aufgrund der genannten Gründe keinerlei Studienaktivitäten erbracht werden, da sonst die ALG II Leistungen gefährdet sind und zurückgefordert werden können. Darüber hinaus müssen noch andere Vorausetzungen erfüllt sein. Ob ein Anspruch auf ALG II besteht, können Sie mit der Sozialberatung des Studierendenwerks erörtern.
  • Im Teilzeitstudium aufgrund von Schwangerschaft bzw. Kindererziehung und bei Beurlaubung wegen eigener Erkrankung bzw. Beeinträchtigung. Auch hier gibt es einiges zu beachten, und weitere Voraussetzungen müssen erfüllt sein. Lassen Sie sich von der Sozialberatung beraten.
  • in Härtefällen, zum Beispiel bei unverschuldetem Wegbrechen der Finanzierung und weit fortgeschrittenem Studium können Leistungen als Darlehen nach § 27 Abs. 3 SGB II vom Jobcenter geprüft werden.
  • Mehrbedarfsansprüche bei bestimmten Leistungsberechtigten nach § 21 SGBII; das betrifft zum Beispiel Studierende mit Kind oder Studierende mit Behinderung

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ICH HABE MEINEN JOB VERLOREN. WO KANN ICH NACH JOBANGEBOTEN SUCHEN?

Auf Online-Jobportalen wie unserer Job-Vermittlung. Die gibt es auch speziell für Studierende, auch mit regionalem Fokus. Aushilfen werden immer in den Bereichen gesucht:

  • Lieferdienste für Essen und Getränke
  • Supermärkte, Lebensmittelgeschäfte
  • Logistik
  • Reinigungsfirmen
  • Tankstelle

KÖNNTE ICH ALS JOBBENDE STUDENTIN, ALS JOBBENDER STUDENT AUCH KURZARBEITERGELD ERHALTEN?

Nein. Jobbende Studierende sind in der Kranken-, Pflege- und Arbeitslosenversicherung versicherungsfrei. Daraus folgt: Wer nicht in die Arbeitslosenversicherung einzahlt, kann auch kein Kurzarbeitergeld herausbekommen.

ICH BIN NEBEN DEM STUDIUM SELBSTÄNDIG BZW. FREIBERUFLICH TÄTIG UND HABE DURCH DIE STAATLICHEN MASSNAHMEN AUFGRUND DES IFSG EINEN VERDIENSTAUSFALL ERLITTEN. HABE ICH ENTSCHÄDIGUNGSANSPRÜCHE NACH DEM INFEKTIONSSCHUTZGESETZ?

Das Infektionsschutzgesetz (IfSG) ermöglicht zum Teil sehr drastische Maßnahmen, um die Verbreitung von Infektionskrankheiten einzudämmen und deren Behandlung zu erleichtern. Maßnahmen können zum Beispiel Tätigkeitsverbote oder Quarantänemaßnahmen sein. Konkrete behördliche Tätigkeitsverbote oder behördlich angeordnete Quarantänemaßnahmen gegen eine Person, von der im Einzelfall eine Ansteckungsgefahr ausgeht, können einen Entschädigungsanspruch nach dem Infektionsschutzgesetz (IfSG) auslösen.

Eine Entschädigung kann auch einer Person gewährt werden, wenn diese sich bereits vor der Anordnung einer Absonderung nach § 30 oder eines berufichen Tätigkeitsverbots nach § 31 vasorglich abgesondert oder vorsorglich bestimmte berufliche Tätigkeilen ganz oder teilweise nicht ausgeübt hat und dadurch einen
Verdienstausfall erleide!, wenn eine Anordnung einer Absonderung nach § 30 oder eines beruflichen Tätigkeitsverbots nach § 31 bereits zum Ze1tpunld der vorsorglichen Absonderung oder der vorsorgfichen Nichtausübung beruflicher Tätigkeiten hätte erlassen ewrden können. Wichtig: Es muss immer ein Tätigkeitsverbot vorliegen.

Nach § 56 Abs. 2 IfSG bemisst sich die Entschädigung nach dem Verdienstausfall. Für die ersten sechs Wochen wird sie in Höhe des Verdienstausfalls gewährt. Vom Beginn der siebten Woche an wird sie in Höhe des Krankengeldes nach § 47 Abs. 1 des Fünften Buches Sozialgesetzbuch gewährt, soweit der Verdienstausfall die für die gesetzliche Krankenversicherungspflicht maßgebende Jahresarbeitsentgeltgrenze nicht übersteigt.

Bei Selbständigen bemisst sich die Entschädigung auf 1/12 des monatlich verdienten Nettoeinkommens (Durchschnitt des letzten Jahres vor Einstellung der verbotenen Tätigkeit). Selbständige, die durch eine Maßnahme nach IfSG einer Existenzgefährdung ausgesetzt sind, können während der Verdienstausfallzeiten entstehende Mehraufwendungen in angemessenem Umfang von der zuständigen Behörde erstattet bekommen. Sollte der Betrieb schließen müssen, wird für die Dauer der Maßnahme nach IfSG zusätzlich Ersatz für die in dieser Zeit weiterlaufenden nicht gedeckten Betriebsausgaben in angemessenem Umfang erbracht.

Entschädigungen gibt es nur auf Antrag. Anträge müssen spätestens 2 Jahre nch Beginn des Tätigkeitsverbots oder dem Ende der Quarantäne gestellt werden.

VORLESUNGSBETRIEB

Wenn es ausnahmsweise noch zu Ausfällen des Unterrichts-/Lehrangebots kommt, werden diese Ausfälle weiterhin wie unterrichtsfreie bzw. vorlesungsfreie Zeiten behandelt und das BAföG wird weitergezahlt.
Bietet die Ausbildungsstätte Onllne-Lernangebote statt Präsenzunterricht/-vorlesungen an, sind die BAföG-Geförderten weiter verpflichtet, entsprechend ihren Möglichkeiten von diesem Angebot Gebrauch zu machen.

WAS KANN ICH NOCH MACHEN, WENN ICH GERADE MEINE KRANKENVERSICHERUNG, MIETE, HANDYRECHNUNG ETC. NICHT BEZAHLEN KANN?

Melden Sie sich aktiv bei Ihrer Krankenversicherung, Ihrer Wohnungsvermietung, Ihrem Handyvertragsunternehmen, dem Rundfunkbeitrag etc., sollten Sie Zahlungen aktuell nicht leisten können. Bitten Sie um eine Stundung Ihrer Beiträge und ggf. um eine Mahnsperre. Sollte es Ihnen möglich sein, könnten Sie anfragen, ob ein verringerter Betrag angezahlt werden kann. Covid-bedingte Mietschulden für die Monate April 20 bis Juni 20 müssen bis spätestens 30.06.22 zurückgezahlt werden.

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BLEIBT MEIN BAFÖG-ANSPRUCH BEI EINEM ENGAGEMENT IM GESUNDHEITSWESEN, IN SOZIALEN EINRICHTUNGEN ODER IN DER LANDWIRTSCHAFT WÄHREND DER CORONA-PANDEMIE ERHALTEN?

Damit sich ein Engagement in systemrelevanten Berufen für BAföG-Geförderte lohnt, ändern sich die Anrechnungsregeln für das Einkommen im BAföG für diesen Personenkreis. Seit dem 01.03.2020 erzieltes zusätzliches Einkommen von Auszubildenden aus einer Tätigkeit in einem systemrelevanten Beruf ist bis zum Ende der Pandemie nicht förderschädlich. Das gilt sowohl für eine neu übernommene Tätigkeit wie für eine Aufstockung der bisherigen Tätigkeit. Wer schon vorher eine solche Tätigkeit – zum Beispiel im Kranken- und Pflegedienst – wahrgenommen hat, dessen Einkommen wird weiter in der bisherigen Höhe angerechnet, es bleibt aber Einkommen aus zusätzlich übernommenen Stunden anrechnungsfrei.

Die Sonder-Regelung gilt nur für BAföG-berechtigte Auszubildende, nicht für deren Angehörige.

Maßstab für die Zuordnung von Tätigkeiten zu systemrelevanten Branchen und Berufen sollen - neben der in der Gesetzesbegründung des WissStudUG zu Artikel 2 Nummer 1 in Bundestagsdrucksache 19/18699 ausdrücklich in Bezug genommenen BSI-Kritisverordnung - die jeweiligen landesrechtliehen Bestimmungen, insbesondere auch für die Berechtigung zur Inanspruchnahme von Kindernotfallbetreuung bilden.

Diese Regelung gilt voraussichtlich bis zum 31.12.2022.

Achtung:
Die o.a. Regelung zur Einkommensfreistellung ist ab dem Folgemonat ihres Auslaufens nicht mehr anzuwenden. Das bedeutet, dass nach aktuellem Stand ab Januar 2023 dann auch die Einnahmen aus Tätigkeiten in systemrelevanten Bereichen, die zur Bekämpfung der Auswirkungen der Coronapandemie aufgenommen oder aufgestockt wurden, wieder "ganz normal" unter die Einkommensanrechnungsregeln des BAföG fallen.

BAföG-Hotline: 06221 54-5404
E-Mail: foe[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

WO KANN ICH FINANZIELLE HILFE BEKOMMEN? MUSS ICH EINEN KREDIT AUFNEHMEN?

Am besten wenden Sie sich an die Sozialberatung des Studierendenwerks Heidelberg. Viele Studierendenwerke haben auch Härtefonds oder Darlehenskassen.

Sozialberatung: Beratung nur nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung unter 06221 54-3758 bzw. sozb[at]stw.uni-heidelberg[dot]de.

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BAföG-Hotline: 06221 54-5404
E-Mail: foe[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

WAS SOLLTE ICH BEACHTEN, WENN ICH EINEN STUDIENKREDIT IN ERWÄGUNG ZIEHE?

Holen Sie sich verschiedene Angebote ein und vergleichen diese sorgfältig. Achten Sie auf die Voraussetzungen für einen Studienkredit der jeweiligen Anbieter/-innen, die Bearbeitungsgebühren, die Zinshöhe und Rückzahlungsmodalitäten. Wichtig ist, vor Vertragsabschluss einmal die Gesamtrückzahlungssumme des Kredits in unterschiedlichen Rückzahlungskonstellationen zu sehen. Außerdem sollten Sie sich gut über eventuelle Zusatzkosten, die auf Sie zukommen könnten, informieren. Lassen Sie sich am besten beraten in der Sozial- oder Studienfinanzierungsberatung.

Studienkredit: Beratung nur nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung unter 06221 54-2643 bzw. studienkredit[at]stw.uni-heidelberg[dot]de.

Sozialberatung: Beratung nur nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung unter 06221 54-3758 bzw. sozb[at]stw.uni-heidelberg[dot]de.

 

Corona-Hilfe des BMBF: Finanzielle Unterstützung für Studierende durch die KfW (Deutsch)

Information about the KfW Student Loan (Englisch)

 

 

BAföG-Hotline: 06221 54-5404
E-Mail: foe[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

ICH HABE MEINEN NEBENJOB VERLOREN; MEINE ELTERN, DIE KURZARBEITGELD BEZIEHEN KÖNNEN MICH WENIGER UNTERSTÜTZEN. ICH KANN AB DEM NÄCHSTEN MONAT MEINE MIETE NICHT MEHR BEZAHLEN. MUSS ICH MIT EINER KÜNDIGUNG RECHNEN?

Die coronabedingten Mietschulden aus dem Zeitraum 1. April bis 30. Juni 2020 müssen bis zum 30.06.2022 zurückgezahlt sein, da die Kündigungsbeschränkung mit Ablauf dieses Datums endet. Können Mieter die coronabedingten Einnahmeausfälle bis dahin nicht kompensieren und zurückzahlen, droht ihnen schlimmstenfalls die Kündigung.

Informieren Sie sich im ersten Schritt bitte über die Webseite Studierendenwerks Heidelberg über dort eingestellte FAQs. Finden Sie dort keine Antwort auf ihre Frage, nehmen Sie bitte unmittelbar Kontakt zu ihrer Wohnheimverwaltung auf.

 

Kontakt für Wohnheim-BewohnerInnen:
MieterInnen-Portal: www.stwhd.de/MieterInnenPortal
Tel.: 06221 54-2706
E-Mail: wohnen[at]stw.uni-heidelberg[dot]de

Sozialberatung: Beratung nur nach vorheriger Anmeldung und Terminvereinbarung unter 06221 54-3758 bzw. sozb[at]stw.uni-heidelberg[dot]de.

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KANN MAN MIR MEINEN STUDIERENDEN- ODER MINIJOB EINFACH KÜNDIGEN?

Bei arbeitsrechtlichen Kündigungen gibt es bestimmte Voraussetzungen: Die Kündigung muss in jedem Fall schriftlich erfolgen; E-Mail oder mündlich reicht nicht. Und es ist eine Kündigungsfrist zu beachten. Sie richtet sich je nach Beschäftigungsdauer und (tarif-)vertraglicher Regelung: normalerweise mindestens vier Wochen, in der Probezeit allerdings oftmals nur zwei Wochen. Wenn man länger als sechs Monate in einem Unternehmen mit mehr als 10 Vollzeitarbeitsplätzen beschäftigt ist, hat man zwar nach dem Gesetz Kündigungsschutz. Unter bestimmten Bedingungen ist aber zum Beispiel eine betriebsbedingte Kündigung möglich. Befristete Arbeitsverträge können nur gekündigt werden, wenn dies im Arbeitsvertrag geregelt ist. Bei jeder Kündigung muss auch der Betriebsrat angehört werden, wenn es im Unternehmen einen gibt. Dies alles gilt unabhängig davon, ob Sie in einem Minijob oder einem „normalen“ Arbeitsverhältnis beschäftigt sind. Im Zweifel sollte man sich daher rechtlich beraten lassen, um seine Arbeitnehmerrechte wahrnehmen zu können. 

ICH BIN INTERNATIONALE/R STUDIERENDE/R AUS EINEM NICHT-EU/EWR-STAAT UND MÖCHTE ÜBER DEN GESETZLICH ERLAUBTEN UMFANG VON 120 GANZEN ODER 240 HALBEN TAGEN HINAUS IN EINEM SYSTEMRELEVANTEN BEREICH ARBEITEN. IST DIES AUFGRUND DER AKTUELLEN LAGE MÖGLICH?

Bitte nehmen Sie Kontakt zu Ihrer Ausländerbehörde auf. Das Bundesministerium des Innern, für Bau und Heimat (BMI) hat den Bundesländern/ Ausländerbehörden empfohlen, Beschäftigungserlaubnisse, die grundsätzlich der Zustimmung der Bundesagentur für Arbeit (BA) bedürfen, zu erteilen, damit neu entstandene Beschäftigungsmöglichkeiten genutzt werden können. Im Besonderen wird hierbei auf die Wichtigkeit der Gewinnung von Arbeitskräften in der Landwirtschaft (Erntehelfer/innen) hingewiesen. Aber bitte immer daran denken: Die aktuelle Corona-Krise ist immer noch ernst zu nehmen. Auf jeden Fall sind beim Jobben die geltenden Hygienemaßnahmen zu beachten.  

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